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Machtkartell der Energiewirtschaft
E.on spendete an SPD und CDU
(25.02.08) E.on spendete 2006 150.000 Euro an die SPD und 100.000 Euro an die CDU. weiter lesen
Ermittlungen wegen Untreue gegen CDU-Abgeordneten
(17.06.07) CDU Bundestagsabgeordneter hat sich Lustreise mit 140.000 Euro von den Stadtwerken bezahlen lassen. weiter lesen
Greenpeace Schwarzbuch Klimaverhinderer
(20. April 2007) Greenpeace hat in einem Schwarzbuch die Verflechtungen von Politik und Energiewirtschaft aufgezeigt. Auf der schwarzen Liste stehen auch die beiden amtierenden Minister Glos und Seehofer. weiter lesen
SPD-Strippenzieher Dirschauer von Vattenfall belohnt
(23. Febr. 2007) Am 1. Februar 2007 wechselte Dirschauer nach Angaben der Zeitschrift E&M zu Vattenfall in die Klimaschutz-Abteilung. In Dirschauers Amtszeit fällt das Energiewirtschaftsgesetz. weiter lesen
Wieder ein Minister von Energiewirtschaft belohnt
(4. September 2006) Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Karlsruhe, will ihre Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen ausweiten. weiter lesen
Journalistenverband kritisiert EnBW - Pressefreiheit wird bedroht
(3. Juli 2006) Immer mehr Reporter in Baden-Württemberg werden laut einer Meldung der Nachrichtenagentur DPA nach Ansicht des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) wegen ihrer kritischen Berichterstattung unter Druck gesetzt. weiter lesen
Energiegipfel lief wie geschmiert
(04.04.06) Großspenden von 100.000 und 70.000 Euro der Essener Ruhrkohle AG (RAG) an SPD und CDU sind auf scharfe Kritik gestoßen. weiter lesen
Grüner Rezzo Schlauch ehemaliger Staatssekretär berät Atomkonzern
(28. März 2006) Rezzo Schlauch, Grünen-Politiker und ehemaliger Staatssekretär im Bundesumweltministerium, sitzt seit Ende 2005 im Beirat des baden-württembergischen Energiekonzerns EnBW. weiter lesen
Hildesheimer Sitten: E.ON-Tochter schmiert OB
13. März 2006 geändert 18. Mai 2006) Der Korruptionsprozeß gegen den Hildesheimer OB Kurt Machens wird neu aufgerollt. weiter lesen
Korruptionsbekämpfung durch die UNO
(22. Februar 2006) Ecuador hat es geschafft, Uganda und Peru auch. Nur Deutschland war nicht dabei. weiter lesen
Beiratsunwesen
RWE Engergie AG NRW hat Regionalbeiräte mit Landräten und Bürgermeistern eingerichtet. weiter lesen
Reisen bildet
Der Skandal um mögliche Vergnügungsreisen von Lokalpolitikern auf Kosten von E.ON Ruhrgas weitet sich aus. weiter lesen
Schröders Engagement bei Gasprom
"Eine freundliche Dreingabe von E.ON für die Minister-bzw. Kanzlererlaubnis zur Ruhrgas-Fusion?" weiter lesen
Gut vernetzt
Die großen Stromversorger nutzen ihre blendenden Kontakte zur Politik und schaden ihren Kunden weiter lesen
Keine Luftbuchung bei Netzentgelten
Joachim Pfeiffer: "Offensichtlich reicht der lange Arm der großen Netzbetreiber nicht nur in den hintersten Winkel des Bundeswirtschaftsministeriums, sondern auch in viele Landesregierungen. Das ist nicht akzeptabel." weiter lesen
Chef der Genehmigungsbehörde wechselt zu Vattenfall
Stabsstelle Korruptionsprävention: "Wechsel von Atomaufsicht in Energiebranche nicht unüblich" weiter lesen
Der lange Arm der Energiewirtschaft
Die deutsche Energiewirtschaft bildet ein ökonomisches und politisches Machtkartell, das demokratiegefährdende Formen angenommen hat. weiter lesen
Korruptionsverdacht
Polizei durchsucht elf Rathäuser und Stromanbieter in Baden-Württemberg weiter lesen
Energiepreise steigen wie geschmiert. Verbraucher protestieren.
(20. Dezember 2004) - Endlich wissen Verbraucher, warum die Strom- und Gaspreise steigen: Die Pflege der politischen Landschaft will bezahlt sein. Und trägt Früchte. weiter lesen
Das Machtkartell der Energiewirtschaft
"Ein Kurswechsel in der deutschen Strompolitik ist nicht in Sicht. Dafür sorgt ein festgefügtes Machtkartell. Es wird von vielgliedrigen Interessen zusammengehalten. Ihm gehören an: Die Kommunen, als Empfänger von Konzessionsabgaben und als Träger eigener Versorgungsbetriebe,...Zulieferunternehmen der Stromwirtschaft...und Gewerkschaften....die staatlichen Institutionen samt Bürokratie, die Bundesländer...schließlich und nicht zum wenigsten die zahlreichen Politiker, die in vielen Ämtern und Aufsichtsgremien ihr Interesse mit der etablierten Stromwirtschaft verbunden sehen." (Zweites Hauptgutachten März 1991 der von der Bundesregierung eingesetzten Deregulierungskommission).

Die Einflüsse der Strom- und Gaswirtschaft auf Politik, Verwaltung und Medien sind vielfältig:
- Als großerAnzeigenkunde
- Als Spender für politische Parteien
- Der größte industrielle Einzelinvestor beeinflusst die Zulieferindustrie
- Die meisten Bürgermeister und Stadträte sind über Ämter in Aufsichtsräten oder Beiräten mit der Versorgungswirtschaft verflochten
- Viele Beschäftigte der Versorgungswirtschaft sind
kommunalpolitisch aktiv, bei RWE allein 300, und werden
großzügig freigestellt.
- Kommunen sind finanziell auf die Einnahmen aus
Konzessionsverträgen und Beteiligungen an
Versorgungsunternehmen angewiesen.
- Ranghohe Politiker und Beamte wechseln in gutbezahlte
Beschäftigungen der Versorgungswirtschaft oder haben
gutdotierte Beraterverträge.
All dies wird bezahlt mit dem Geld der Energieverbraucher. Die
Verbraucher vertrauen auf das integere Verhalten von Medien,
Politik und Verwaltung, im Interesse der Verbraucher und nicht der
Versorgungswirtschaft zu handeln. Nicht immer zu recht, wie sich
leider oft herausstellt.
Der Bund der Energieverbraucher dokumentiert hier auffällige Sachverhalte zu diesem Themenkreis.
Auffällige Karrieren
Sehr viele Beamte des Bundeswirtschaftsministeriums wechseln in
die Versorgungswirtschaft. Sie erhalten dort mehrfach höhere
Gehälter als Beamte. Die Zahl dieser Karrieren ist hoch und
umfasst alle Ebenen bis zum Minister.
Niemand will Abgeordneten und Regierungsbeamten die Tätigkeit
in einem Bereich verbieten, auf dem sie Kompetenz erworben haben.
Anders sieht es z.B. mit Beraterverträgen mit Firmen aus,
zugunsten derer vorher Entscheidungen getroffen oder beeinflusst
wurden. Sind gut bezahlte Jobs in der Versorgungswirtschaft die
Belohnung für entsprechendes Handeln als Beamte? Transparency
International fordert hier mehr Transparenz. Gegen das Risiko der
Vermischung von Entscheidungskompetenz und Eigeninteressen helfen
nur Regelungen und Sanktionen mit deutlich abschreckender
Wirkung.
Das Wirtschaftsministerium ist in zahlreichen Zusammenhängen dafür bekannt, Entscheidung zugunsten der Versorgungswirtschaft zu treffen, selbst wenn dies einen klaren Rechtsbruch darstellt. Jüngstes Beispiel dafür war die Ministererlaubnis der Fusion von E.on und Ruhrgas.
Der Bund der Energieverbraucher dokumentiert hier
bekanntgewordene Fälle von auffälligen Karrieren. Bitte
helfen Sie uns, indem Sie eigene Informationen beisteuern.
Betroffen sind auch Landesministerien und das Forschungsministerium
usw.
Definition von Korruption von Transparency International:
der heimliche Missbrauch von öffentlicher oder
privatwirtschaftlich eingeräumter Stellung oder Macht zum
privaten Nutzen oder Vorteil**.
* lateinisch corrumpere = verderben/vernichten/bestechen
** Dies ist eine Arbeitsdefinition, die TI verwendet. Es gibt viele
andere, meist enger gefasste Definitionen.
RAG-Chef Werner Müller bezog als Minister E.ON-Rente
Der frühere Wirtschaftsminister und heutige Vorstandschef des Essener RAG-Konzerns, Werner Müller, hat bereits während seiner Amtszeit als Minister eine E.ON-Rente bezogen. Das bestätigte Müller der "Berliner Zeitung". weiter lesen
Meyer zu RWE?
Nach Zeitungsberichten hat Meyer kurz nach seinem Rücktritt RWE informiert, dass er wieder für die Arbeit im Unternehmen zur Verfügung stehe. weiter lesen
Ex-Minister Müller: Chef seines früheren Günstlings
Text der Bundestags-Drucksache 15/1193 vom 24. Juni 2003 weiter lesen
Korruptionsfälle
Ralf MartinWegen Bestechlichkeit und Korruption wurde der frühere Geschäftsführer der Stadtwerke Gotha und Fernwärmestadtwerke Ralf Martin zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Ein "Wohltäter" auf Abwegen
Geld stinkt nicht, findet Kurt Machens, Ex-OB in Hildesheim. Jetzt muß er vor Gericht - wegen Bestechlichkeit weiter lesen
Nebenbeschäftigung und Mehrfachjobs
Hunderte von Landräten, Bürgermeistern und andere hauptamtliche Kommunalbeamte kommen dreimal im Jahr im "Beirat RWE Energie AG" zusammen und erhalten dafür rund 4.000 Euro. weiter lesen
"Jederzeit zur Verfügung"
Hermann-Josef Arentz, Chef der CDU Sozialausschüsse, bekommt von RWE jährlich ein Gehalt, dem keine Arbeitsleistung gegenübersteht. weiter lesen
Meyer erhielt auch als CDU-Generalsekretär Gehalt vom RWE
Der Stromkonzern bestätigte am Freitag, dass Meyer noch mehrere Monate bezahlt worden sei. weiter lesen
Vattenfall: Wilfried Schreck und Reinhard Schultz
Vattenfall Europe hat gleich zwei Bundespolitiker in seinen Reihen: Die SPD-Abgeordneten Wilfried Schreck und Reinhard Schultz. Schreck ist Betriebsrat bei Vattenfall Generation und Mitglied im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns. weiter lesen
Spenden
Zu den Spendern für die im Bundestag vertretenen Parteien gehört beispielsweise auch der "Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie". weiter lesen

